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NEWS AUS OWL

Minden (WB). Ein Unbekannter hat in der Nacht zu Mittwoch im Mindener Stadtteil Bärenkämpen eine 31-jährige Frau unsittlich begrabscht. Die Frau setzte sich zur Wehr und konnte flüchten.

Den Angaben der Frau zufolge war sie gegen 0.15 Uhr zu Fuß auf einem Verbindungsweg zwischen den Straßen »Siebenbauern« und »In den Bärenkämpen« unterwegs. Als sie eine Grünanlage passierte, näherte sich ihr in Höhe der dortigen Parkbänke eine männliche Person. Der Unbekannte umklammerte die 31-Jährige plötzlich von hinten und begrabschte sie.

Nachdem sich die Frau aus den Fängen des Angreifer hatte befreien könnten, lief sie zu ihrer nahegelegenen Wohnung. Wenig später erschien sie auf der Polizeiwache und meldete den Vorfall. Eine Fahndung der Beamten nach dem Unbekannten brachte zunächst keinen Erfolg.

Der Gesuchte soll etwa 1,75 Meter groß sein und vermutlich lange Haare haben, die er zu einem Zopf zusammengebunden hatte. Zeugen, denen zur genannten Zeit eine solche Person aufgefallen ist, mögen sich bei der Polizei unter 0571/88660 melden.

Im Kreis Minden-Lübbecke ist es in den vergangenen Tagen zu ähnlichen Vorfällen gekommen. Auch beim Bierbrunnenfest in Lübbecke wurde eine Frau belästigt . Am Montag wurde in Lübbecke eine Schülerin von Unbekannten bedrängt .

Stemwede (WB). Eine hinreißende Show aus der Welt der Märchen haben die Voltigierer des Reit- und Fahrvereins Wehdem-Oppendorf inszeniert.

Annähernd 500 Besucher genossen die gelungene Interpretation des Märchens »Arielle, die kleine Meerjungfrau« in drei Aufführungen in der Oppendorfer Reithalle. Etwa 60 junge Akteure boten zum Ende des aktuellen Ferienworkshops ein bezauberndes Spektakel mit vielen Höhepunkten.

»Arielle, die kleine Meerjungfrau« aus der Feder von Hans Christian Andersen erzählt die Geschichte von Arielle, der jüngsten Tochter von König Triton, dem Herrscher über das Meeresvolk. Aber die kleine Meerjungfrau ist mit ihrem Leben unzufrieden und wäre viel lieber ein Mensch. Als sie einen Prinzen vor dem Ertrinken rettet, geht ihr der hübsche Königssohn nicht mehr aus dem Kopf.

Die Abenteuer, die Arielle in der Wasserwelt erlebt, setzten die Voltigierer und Reiter in Tanz, Akrobatik, auf dem Holzpferd und auf dem Pferderücken ästhetisch um.

Besondere Atmosphäre schufen die Akteure in der abgedunkelten Reithalle mit besonderen Lichteffekten, außergewöhnlichen Musikeinlagen und selbst gestalteten Dekorationselementen. Klassisch war letztendlich nur die märchenhafte Geschichte – die Darstellung an sich war so ungewöhnlich wie einzigartig. Das wussten auch die Zuschauer auf den voll besetzten Bänken zu schätzen. Sie jubelten und applaudierten, was das Zeug hält.

»Fantastisch, wie die Unterwasserwelt auf den Pferderücken transportiert wurde und selbst die jüngsten Ferienkinder akrobatische Übungen auf dem galoppierenden Voltigierpferd präsentierten«, schwärmte eine Besucherin nach der Show. Dabei hatten die Mitwirkenden ihre Rollen und Ausführungen erst während des Ferienworkshops einstudiert. Von Montag bis Freitag arbeiteten etwa 20 Betreuer und Helfer ganztägig mit den Kindern. Sie probten und arbeiteten an der Kulisse, an den Licht- und Soundeffekten sowie an der Tribüne.

Das Ergebnis konnte sich wirklich sehen lassen. Mit sichtlicher Freude und Stolz zeigten die Kinder und Jugendlichen, was sie gelernt hatten. Der Workshop des Reit- und Fahrvereins Wehdem-Oppendorf ist seit jeher eine der beliebtesten Ferienaktionen in Stemwede. »Wer bei uns mitmachen will, muss bei der Anmeldung fix sein – sonst ist die Aktion ausgebucht«, wissen die verantwortlichen Reiter und Voltigierer.

Halle (WB). Es hat den Anschein, als sei es ein Aufbruchsignal für die neu erwachende Geschäftswelt an der B68. In das alte Fachwerkhaus direkt gegenüber vom Amtsgericht wird nach sieben Jahren Leerstand schon zum kommenden Monat ein neues italienisches Restaurant einziehen.

Das unter Denkmalschutz stehende Fachwerkhaus, das erstmals 1840 im Haller Hypotheken- und Grundbuch Erwähnung findet, ist aufgrund seiner besonderen Lage eines der bekanntesten in ganz Halle. Weil im Obergeschoss eine Gebäudekante fast bis in den Straßenraum hineinragt, ist diese Engstelle von Straßenplanern als »Haller Flaschenhals« tituliert worden, an der die Notwendigkeit einer dauerhaften Entlastung der Haller Ortsdurchfahrt durch die A33 besonders augenfällig wird.

Der über die Jahre immer weiter wachsende Verkehr auf der B68 hat es dem Hausverwalter Norbert Luther, zugleich Vorsitzender des Vereins »Haus & Grund« in Halle, immer schwerer gemacht, das Objekt angemessen zu vermieten. Nach dem Auszug eines China-Restaurants stand das Restaurant mit 128 Quadratmetern Größe seit sieben Jahren leer.

Doch jetzt hat Norbert Luther, der für die Erbengemeinschaft Mierig tätig ist, einen Pächter gefunden, für den er sich gerne zu größeren Investitionen zwecks Sanierung der Räume entschließt. Denn die Familie Alfano will schon Anfang September ein italienisches Restaurant mit typisch mediterraner Küche eröffnen.

Die Familie kennt sich aus in der gastronomischen Szene, hat zum Beispiel über 25 Jahre das beliebte »La Venghauss« am Venghauss-Platz in Werther betrieben. Auch zwei Grillstuben in Werther, der »Künsker Grill« am Bahnübergang in Künsebeck oder auch eine kleine Pizzeria an der Rosenstraße wurden oder werden von den Alfanos geführt.

Das neue Restaurant an der B68 (mit Pizzataxi) will Erica Alfano mit ihren Töchtern Laura (22) und Giuliana (18) betreiben, kann dabei aber auf die Unterstützung weiterer Mitglieder der großen Familie bauen.

Nicht nur weil Halles gastronomische Szene nunmehr eine weitere Belebung erfährt, ist Norbert Luther von einer positiven Zukunftsperspektive an der Haller Ortsdurchfahrt überzeugt, weshalb er Kaufangeboten immer wieder widerstanden hat. Die Pläne der Stadt Halle zur Aufwertung der B 68 hält Luther für sehr vielversprechend.

Und spätestens in zweieinhalb Jahren, wenn die A33-Lücke endlich geschlossen ist, soll die Fachwerk-Perle gegenüber vom Amtsgericht wieder dauerhaft neu glänzen können.