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NEWS AUS OWL

Herford (WB). 14 Fahrzeuge will die Stadt Herford bis 2020 auf E-Mobilität umrüsten. Das teilte Wirtschaftsförderer Dieter Wulfmeyer jetzt auf Anfrage der Partei Bündnis 90/Die Grünen mit.

Mit dem Umstieg auf Elektrofahrzeuge soll noch in diesem Jahr begonnen werden. In einem ersten Schritt will die Stadt für ihre Mitarbeiter auch zwei Pedelecs anschaffen. Pedelec steht für Pedal Electric Cycle. Das ist ein Elektrofahrrad, bei dem der Fahrer von einem Elektroantrieb nur dann unterstützt wird, wenn er gleichzeitig selbst die Pedale tritt.

Über derartige Fahrräder verfügt bereits die städtische Servicegesellschaft für Wirtschaft und Kommunen (SWK). Der ehemalige Bauhof bietet seinen Mitarbeitern Fahrrad-Leasing an. »Über diesen Weg können unsere Mitarbeiter umweltfreundlich den Weg von und zur Arbeit bewältigen. Von diesem Angebot haben zwischenzeitlich schon 20 SWK-Mitarbeiter Gebrauch gemacht«, teilte SWK-Geschäftsführer Wolfgang Rullkötter auf Anfrage der Grünen mit.

Weitere Elektrofahrzeuge gibt es bei der SWK allerdings nicht, da das Unternehmen keine Pkw im Fuhrpark hat und es bei den Nutzfahrzeugen derzeit noch keinen adäquaten elektrobetriebenen Ersatz gibt. Gleichwohl kommen bei den SWK-Mitarbeitern immer mehr elektrobetriebene Geräte bei der Arbeit zum Einsatz, betonte Wulfmeyer.

Bei den Stadtwerken gibt es bereits drei Elektrofahrzeuge. »Diese Zahl soll in den nächsten Jahren erhöht werden«, kündigte Marc Schmidt von den Stadtwerken an. Mittlerweile gibt es sechs Ladestationen in Herford, Hiddenhausen und Enger. Diese befinden sich in Herford am Rathausplatz, am Parkhaus Elsbach, am Freizeitbad H2O und zwei Säulen am Betriebshof der Stadtwerke Herford sowie am Rathaus in Hiddenhausen und am Buskontaktpunkt an der Bahnhofstraße in Enger.

Die Stadtwerke Herford verfügen außerdem über fünf Elektrofahrräder. Vier der Räder sind der Stadtmarketinggesellschaft Pro Herford zur Vermietung an Kunden und Touristen übergeben worden. Um das Bewusstsein für mehr Elektromobilität weiter zu schärfen, wirken die Stadtwerke an der Kooperationsgruppe »E-Motion OWL« mit. An dieser Zusammenarbeit wirken 13 Stadtwerke aus OWL mit.

»Der Ausbau der Elektromobilität, einheitliche Ladesäulentechnik mit der entsprechenden Zugänglichkeit und Abrechnungsmodellen sind zukünftige Themen, die innerhalb der Kooperation umgesetzt werden«, sagte Schmidt.

In Zusammenarbeit mit Westfalen Weser Netz sowie den Stadtwerken wird in diesem Jahr ein Elektromobilitätskonzept für Herford erstellt. Die Ergebnisse des Konzeptes werden im Herbst öffentlich vorgestellt.

Hiddenhausen (WB). Wohnraum ist knapp, auch in Hiddenhausen. So wird die Gemeinde weitere Wohnbebauung in Eilshausen ermöglichen.

Bereits im Oktober vergangenen Jahres hatte der Gemeindeentwicklungsausschuss die Realisierung der Wohnbebauung am Siedlerweg zwischen Bubenstraße und Lavendelweg/Lupinenweg auf den Weg gebracht. In der jüngsten Sitzung am Montagabend hat der Ausschuss nun beschlossen, mit der Firma HSW Bauträger GmbH einen Erschließungsvertrag abzuschließen.

Zuvor hatte Diplom-Ingenieur Lutz Thielheuer (Ingenieurbüro Kuhlmann, Porta Westfalica) die Ausbauplanung vorgestellt. Demnach wird der Bauträger aus Hüllhorst die Kanalisation, den Straßenbau und die Verlegung der Versorgungsleitungen auf dem 2,3 Hektar großen Areal übernehmen. Die Kosten werden laut Reinhard Hongsermeier (HWS) auf die neuen Grundstücke umgelegt. Gleiches gelte für die Anliegerkosten, die entstehen, wenn der Siedlerweg ausgebaut wird. »Wir werden die Kosten für den Ausbau des Siedlerweges zwischen Breslauer- und Königsberger Straße errechnen. Sie werden dann auf die Anlieger umgelegt. Für die neuen Grundstücke erhalten wird das Geld, wenn die Beitragsablösevereinbarung unterschrieben ist, im Voraus von der Firma Bauträger HSW«, teilte gestern Andreas Homburg, Leiter des Amtes für Gemeindeentwicklung mit.

Auf dem Gebiet nördlich des Siedlerweges entstehen Grundstücke mit Größen zwischen 450 und 1000 Quadratmetern. Wie Reinhard Hongsermeier gestern informierte, ist das Gebiet in 24, statt wie geplant etwa 27 Grundstücke eingeteilt worden. »Alle Grundstücke sind bereits vergeben. Die Nachfrage ist unwahrscheinlich«, meinte er. 20 der Grundstücke hat er bauträgerfrei verkauft. Die Erschließung soll laut Hongsermeier im Oktober beginnen, Baubeginn der ersten Häuser werde im Frühjahr sein. Der Bebauungsplan sieht vor, dass entlang des Siedlerweges sowie in der Reihe dahinter nur Einzelhäuser im Stadtvillen-Stil gebaut werden. Für den hinteren Teil ist maximal eine zweigeschossige Bauweise als Einzel- und/oder Doppelhausbebauung vorgeschrieben. Zugelassen werden je Haus höchstens zwei Wohneinheiten.

Das Gebiet wird mit einer Ringstraße erschlossen, so dass der Verkehr gleichmäßig verteilt werden kann. Und einen Namen hat sie auch schon: Kornblumenweg. Das hat der Gemeindeentwicklungsausschuss ohne jede Diskussion am Montagabend einstimmig beschlossen. »Dieser Name ist doch zwischen Lavendelweg und Lupinenweg recht naheliegend«, sagte Monika Schwannecke (SPD) und Gerhard Hempelmann (CDU) schloss sich für seine Fraktion dem an.

Hövelhof (WB/kroc/en). Welch ein Erfolg für die Schülerinnen des TTV Hövelhof: Die großen Talente aus der Sennegemeinde sicherten sich im niedersächsischen Bissendorf die Deutsche Vizemeisterschaft.

»Seit 50 Jahren gibt es die Meisterschaften der Schülerinnen. Bislang war noch kein ostwestfälisches Team Westdeutscher Meister, geschweige denn bei den Deutschen Meisterschaften auf dem Treppchen. Unsere junge Mannschaft hat in dieser Saison beides geschafft und ein großes Stück Hövelhofer Vereinsgeschichte geschrieben«, sagte der Teamchef und Vereinsvorsitzender Klaus-Dieter Borgmeier.

Um ein Haar wäre aus der großen Überraschung sogar die Sensation geworden und es hätte zum DM-Titel gereicht, denn das Finale gegen Topfavorit Neckarsulmer Sport-Union endete 5:5. Nur das Satzverhältnis sprach mit 23:15 Durchgängen für den Meister aus Baden-Württemberg. Dabei profitierte der Titelträger insbesondere von seiner alles überragenden Topspielerin Wenna Tu. Die 15-Jährige, die in der Rückrunde der 3. Bundesliga am vorderen Paarkreuz bei der Neckarsulmer SU eine beeindruckende 13:4-Bilanz hingelegt hatte, gewann in Bissendorf jedes ihrer neun Einzel, darunter auch die beiden Finalauftritte gegen die Hövelhoferinnen Sarah Löher (11:2, 11:5, 11:9) und Mara Lamhardt (11:7, 11:7, 11:6). Die Endspielniederlage konnte der großen Freude im Hövelhofer Lager aber nahezu nichts anhaben. »Wir haben gedacht, dass wir es – wenn es sehr gut läuft – ins Halbfinale schaffen können. Jetzt haben wir kein einziges Spiel verloren und sind Deutscher Vizemeister. Das ist großartig und aller Ehren wert«, sagte Borgmeier.

Dessen Team hatte sich kontinuierlich gesteigert. In der Gruppenphase gab es einen 6:3-Erfolg gegen GW Möser, dann einen 6:2-Sieg über den SC Poppenbüttel und zum Abschluss ein 6:1 über den SV Emmerke. Im Halbfinale zeigten die TTV-Talente dann ihre beste Leistung und besiegten den TSV Schwabhausen mit 6:3.

Im Endspiel wartete schließlich der große Favorit aus Neckarsulm. Auch hier boten die Hövelhofer Schülerinnen lange Paroli und führten nach den ersten sechs Duellen sogar mit 4:2. Anschließend aber verloren sie drei Spiele mit 0:3 und so lag Neckarsulm bei einer 5:4-Führung dank des besseren Satzverhältnisses doch uneinholbar vorne. Die erst elfjährige Melinda Maiwald, die theoretisch noch drei weitere Jahre bei den Schülerinnen mitspielen könnte, bescherte dem TTV mit ihrem 3:1-Sieg gegen Mia Hofmann aber einen versöhnlichen Abschluss. Aus der glänzenden Teamleistung ragte das junge untere Paarkreuz mit Hannah Pollmeier (7:1 Siege) und Melinda Maiwald (5:1 Siege) noch einen Hauch heraus. Pollmeier kassierte ihre einzige Niederlage erst im Finale gegen die ausgesprochen unangenehm zu bespielende Kamilia Shevtsova. Die Tränen waren aber doch schnell wieder getrocknet, denn ein zweiter Platz bei den Deutschen Meisterschaften ist alles, aber kein Grund dafür, enttäuscht zu sein. »Ich bin stolz auf diese Mannschaft«, sagte Borgmeier.