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NEWS AUS OWL

Kreis Lippe. Am Dienstagmorgen dürften in vielen lippischen Haushalten die Kinder in einem Stiefel oder Puschen einige süße Kleinigkeiten, vielleicht sogar ein kleines Spielzeug finden. Klar, es ist ja Nikolaustag, der 6. Dezember. Aber so lang wird dieser Brauch in Lippe noch gar nicht gepflegt. Erst seit den 1950er- und verstärkt dann seit den 1970er-Jahren hinterlässt der Nikolaus am Morgen des 6. Dezember Süßes im Schuh. Zuvor sei dieser Brauch nur vereinzelt nachzuweisen gewesen...

Paderborn (WB). Mit Verspätung hat der vierte Prozesstag um das »Horror-Haus« von Höxter-Bosseborn begonnen. An diesem Dienstag soll es um eines der Todesopfer von Wilfried und Angelika W., Anika W., gehen.

Sie soll im August 2014 nach massiven Misshandlungen gestorben sein. Gegenüber der Mordkommission hatte Angelika W. (47) ausgesagt, sie habe die Leiche der Frau im Keller zerteilt und eingefroren.

9.35 Uhr. Angelika W. schildert, wie sie zum ersten Mal Anika W. begegnet sind. Das sei im Sommer 2013 gewesen. Auf eine Annonce von Wilfried W. hin habe sie sich gemeldet. Es kam zu einem Treffen. »Ich war froh, dass er eine hatte. So war ich aus dem Spiel und hatte zuhause wieder mehr Ruhe«, sagt die Angeklagte.

9.41 Uhr. Es folgten zunächst Besuche bei Anika W. Doch irgendwann sei sie neugierig auf Wilfried, sein Haus und seine Tiere gewesen. »Er legte Wert auf eine schnelle Verlobung, damit er die Frau sicher hat«, sagt Angelika W. Also habe er beim Drogeriemarkt in Höxter einen Verlobungsring für 21 Euro besorgt. Für Anika W. war Angelika W. stets die Schwester von Wilfried.

9.49 Uhr.  Am 18. Oktober heiratete Anika den Angeklagten Wilfried W. Sie zog mit einigen Sachen, mit zwei Hunden und Meerschweinchen nach Bosseborn in die Wohnung der beiden Angeklagten.

9.53 Uhr. Angelika W. schildert ihre Angst, von Wilfried W vor die Tür gesetzt zu werden, sollte die Beziehung der Frischverheirateten harmonisch verlaufen. Am Tag der Hochzeit sei sie »heulend rumgelaufen«, sagt sie. 

10.03 Uhr. Dann änderte sich das Verhältnis zwischen Anika und Wilfried W. Wenn sie ihm nicht geantwortet, oder genuschelt habe, ihm aus Versehen auf den Fuß getreten war, ihm im Licht stand oder wenn sie ihm den Sex verweigerte - dann wurde er wütend, berichtet Angelika W.

10.05 Uhr.  Die Angeklagte wollte, dass Anika W. bleibt, damit sie sich um ihr Leben kümmern konnte. Sie habe sich also mit gutem Zureden eingeschaltet. Doch irgendwann wurde auch Angelika W. sauer. »Sie hat durch ihre Unartigkeit meine Pläne kaputt gemacht«, so die Angeklagte. Vor Weihnachten habe sie ihr in einer Situation schließlich an den Haaren gezogen.

10.14 Uhr. Oftmals sei es in der folgenden Zeit zu Handgreiflichkeiten zwischen den beiden Frauen gekommen. »Doch körperlich kam sie nicht gegen mich an«, sagt Angelika W. Wilfried W. habe in diesen Situationen daneben gestanden. Er habe sich Sorgen gemacht, dass seine Frau im Gesicht blaue Flecken bekam. Das sei seine Angst gewesen. 

10.39 Uhr. In der Nacht sei Anika W. oft laut gewesen. Das habe Wilfried W. gestört. Schließlich kettete das Paar die Frau in der Nacht mit einer Kette an den Heizkörper. Wenn sich Anika W. einnässte, sei Wilfried W. wütend geworden.

11.12 Uhr. Schließlich habe Anika W. in der Badewanne im Keller schlafen müssen, an Händen und Füßen gefesselt. Irgendwann seien die Handgelenke von Anika W. wund gewesen. Auf Nachfrage des Richters, ob dies die einzigen Verletzungen geblieben seien, berichtet Angelika W., wie sie das Opfer mit heißem Wasser verbrüht habe.

12.17 Uhr. Der Richter will wissen, wie es schließlich zu den tödlichen Verletzungen von Anika W. kam. Sie habe wenig gegessen, sagt Angelika W. Sie habe über Schwindel geklagt, habe geschwollene Gelenke gehabt. Drei, vier Tage vor ihrem Todestag im August 2014 sei Anika sehr kraftlos gewesen, berichtet Angelika W. Die Verletzungen zu dieser Zeit stammten fast alle von ihr, so Angelika W. Wilfried  habe sich zurückgezogen.

12.40 Uhr. In der Nacht vom 2. August habe Angelika W. ihr angeboten, zu gehen. Das habe sie auch gewollt. »Der Weg nach draußen war frei«, sagt die Angeklagte. Doch als sie aus der Scheune des Hofes in Höxter-Bosseborn getreten sei, habe es sich Anika W. anders überlegt. Angelika W. habe sie stützen wollen. Auf dem Weg zurück ins Haus sei sie umgefallen und mit dem Kopf auf den Boden aufgeschlagen. 

12.47 Uhr. Am nächsten Morgen habe sie über Kopfschmerzen geklagt. Wilfried W. habe ihr aus der Wanne helfen wollen, doch Anika W. sei kraftlos gewesen. »Die nippelt uns ab«, habe Wilfried W. zu ihr gesagt, berichtet die Angeklagte. Als Angelika W. zur Wanne eilte, sei Anika W. tot gewesen. 

12.53 Uhr. Angelika W. schildert, wie das Paar beschloss, die Tote nicht zu melden. Schließlich sei ihnen die Idee gekommen, die Leiche zu zerteilen und zu verbrennen.

13.04 Uhr. In der Zeit nach dem Tod habe Angelika W. weiterhin SMS an die Mutter verfasst. 

 

Bielefeld (WB/uj).Jana Heising ist die 500 000. Besucherin der Dr.-Oetker-Welt. Die 23-jährige Wirtschaftsstudentin aus Arnsberg, die am Montag mit ihrem Marketingkursus eine Führung durch die Erlebniswelt des Bielefelder Nahrungsmittelunternehmens absolvierte, konnte ihr Glück kaum fassen, als Firmenchef Richard Oetker auf sie zukam, um persönlich einen Präsentkorb und eine Torte zu überreichen. »Ich hoffe, Sie behalten den Besuch bei uns lange in Erinnerung«, sagte Oetker.

Die Dr.-Oetker-Welt wurde im März 2005 im ehemaligen Produktionsgebäude eröffnet und offeriert dem Besucher in neun Themenräumen und -flächen einen Einblick in die moderne Produktion von Pudding, Pizza und Co. Neben der Ausstellung ist die Dr.-Oetker-Welt auch eine Arbeitsbühne. Im ersten Stock befinden sich die Versuchsküche und verbraucherbezogene Bereiche wie der Back-Club. Zu bestaunen sind auch alte Schätze aus dem Firmenarchiv, darunter ein Kolonialwarenladen und Oldtimer. Im Bistro erwartet die Besucher das Puddingwunder, ein Automat in Form eines Vanillepuddings, der auf Knopfdruck frischen Pudding zubereitet.

Seit der Eröffnung erfreut sich die Erlebniswelt zunehmender Beliebtheit. Mittlerweile kommen pro Jahr mehr als 50.000 Besucher – nicht nur aus Bielefeld. So nehmen Besucher eine Fahrtzeit von bis zu zwei Stunden in Kauf. Dazu kommen auch Gäste aus dem Ausland. Führungen finden von Montag bis Samstag dreimal am Tag statt: um 9.30 Uhr, 13.30 Uhr und 17 Uhr. Die Warteliste für Gruppen beträgt bis zu sechs Monate.