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NEWS AUS OWL

Gütersloh (WB). Die Polizei fahndet nach einem flüchtigen Täter, der allem Anschein nach bereits im Juni dieses Jahres in Gütersloh zwei Handtaschen gestohlen und bei einer dieser Taten eine Frau verletzt hat.

Am Freitag, 17. Juni, ein unbekannter Täter gegen 13.45 Uhr einer Frau aus Gütersloh in einem Flur des »Hauses der Begegnung« der Evangelischen Kirchengemeinde an der Kirchstraße ihre Handtasche, in der sich Personaldokumente, Haus- und Autoschlüssel sowie die EC-Karte der Frau befanden.

Nur zwei Tage später, am Sonntag, 19. Juni, wurde dann gegen 0.55 Uhr auf dem Parkplatz der Volksbank Bielefeld-Gütersloh an der Friedrich-Ebert-Straße einer dort wartenden Frau ebenfalls die Handtasche entrissen, in der sich ein Mobiltelefon, ein Portemonnaie sowie diverse Personaldokumente befanden. Bei diesem Raub ging der Täter so massiv vor, dass die Gütersloherin erhebliche Verletzungen davontrug.

Aufgrund der zeitlichen und örtlichen Nähe der Tatorte sowie der Lichtbilder einer Überwachungskamera, die den Täter beim Weglaufen zeigen, besteht der konkrete Verdacht, dass es sich in beiden Fällen um ein und denselben Täter handelt.

Der unbekannte Räuber ist zirka 1,70 Meter groß und hat eine normale Statur. Er trug bei beiden Taten einen grau-blauen Kapuzenpulli, eine dunkelblaue oder schwarze Sporthose und weiße Sportschuhe. Auffällig ist ein dunkler Rucksack mit großem PUMA-Emblem.

Die Polizei fragt: Wer kann Hinweise zum Aufenthalt der auf dem Foto abgebildeteten Person geben? Hinweise und Angaben dazu nimmt die Polizei in Gütersloh unter Tel. 05241/8690 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Paderborn(WB). Vor vier Jahren zog es Till Gloger in die USA. Da war er gerade mal 19 Jahre alt, hatte sein Abitur bestanden und bekam ein Stipendium für die University of Maine. Dort spielte der Power Forward für die Maine Black Bears in der NCAA Division I.

Jetzt kehrte er zu den Paderborn Baskets zurück und möchte mit dem Basketball-Zweitligisten nach erfolgreichem Auftakt bei den Baunach Young Pikes (75:57) auch im ersten Heimspiel der Saison 2016/17 gegen Nürnberg (Samstag, 19.30 Uhr, Sportzentrum Mas­pernplatz) einen Sieg einfahren. Gloger ist zumindest angetan von seinem Team. »Wir haben eine talentierte Mannschaft, mit vielen Spielern, die schon in der vergangenen Saison dabei waren. Man merkt, dass vieles eingespielt ist.«

Der gebürtige Bochumer spielte zunächst für die BG Südpark Bochum und dann für die Spielgemeinschaft der Metropol Baskets Ruhr in der NBBL. Nach seinem Wechsel zu den Paderborn Baskets wurde er in seiner zweiten NBBL-Saison (2011/12) als Spieler des Jahres ausgezeichnet. Er legte im Schnitt mit 25 Punkten und 13 Rebounds ein Double Double hin. Zudem erreichte er mit Paderborn 2011 das Endspiel des Deutschen Jugendpokals der U18.

Mit Dennis Schröder ein Zimmer geteilt

Trotz dieser Erfolge bestritt Gloger nie Spiele für die Junioren-Nationalmannschaft. Einmal wurde er in den Kader der U18 berufen, nahm auch an einem Lehrgang teil und teilte sich ein Zimmer mit dem jetzigen NBA-Profi Dennis Schröder.

Die USA-Erfahrung hat Gloger abgeschlossen. Seine beste Saison in Übersee war 2014/15, da erzielte er in 30 Partien im Durchschnitt 11,5 Punkte und holte 4,8 Rebounds. So richtig warm wurde er mit dem College-Basketball aber nie, auch wenn er von »einer guten Erfahrung« spricht. »Ich habe in Maine eher eine limitierte Rolle als reiner Post-Player gehabt. Wir haben nie Pick and Roll gespielt, was eine meiner Stärken ist. Dieser Basketball passte nicht zu meinen Fähigkeiten. Auf die Dauer war das sehr frustrierend«, berichtet Gloger.

Jetzt ist er auf dem besten Weg, den Spaß am Basketball wiederzufinden. »Bei den Baskets spielen wir variabler und teamorientierter. Das kommt mir sehr entgegen«, erklärt der 23-Jährige. Entgegen kommt ihm auch das Gesamtpaket, das ihm in Paderborn geboten wird. Denn neben dem Zweitliga-Basketball kann er an der Universität den Master in International Business Studies (IBS) machen. »Der Kontakt nach Paderborn ist nie abgebrochen. Mein Agent hat mir zudem die Baskets als Einstieg nach dem College-Basketball empfohlen«, berichtet Gloger. Die BBL war noch keine Option – zunächst. »Ich möchte mich erst mal wieder an die europäische Spielweise gewöhnen. Vorstellen kann ich mir schon, irgendwann mal in der 1. Liga zu spielen. Aber das hängt auch davon ab, wie es mit dem Studium läuft.« Jetzt will er sich ganz auf die Baskets und die ProA konzentrieren. Im ersten Saisonspiel war er nach Matt Vest (20 Punkte) mit 19 Zählern zweitbester Werfer in Paderborns Reihen. Es scheint so, als hätte Gloger den Spaß am Basketball schnell wiedergefunden.